Geförderte Projekte
Quelle: Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft
Schweizer Pavillon an der Biennale di Venezia 2026
«The Unfinished Business of Living Together» nutzt die Kunst, um das Archiv als Ort der Intervention und der aktiven Auseinandersetzung wieder zu öffnen. Dazu greift die Ausstellung auch die formalen Mechanismen der legendären Telearena und der Talkshow Agora zum Thema Homosexualität auf und inszeniert sie neu. Das Projektteam hat dafür diverse Interviews geführt und Materialien gesammelt, die es später dem Schwulenarchiv Schweiz übergibt.
Quelle: Jessica Jurassica
«Annas beste Freundin»: Lesbische Liebesgeschichte von Jessica Jurassica
«Annas beste Freundin» spielt in den 1950er-Jahren, macht Schweizer Lesben- und Frauengeschichte sichtbar und schafft queere Utopie. Dazu recherchiert Jessica Jurassica in Werken zur Lesbengeschichte etwa von Madeleine Marti oder Ilse Kokula, in Texten zur Frauenbewegung sowie in Lesben- und Frauenarchiven zu niederschwelligen Publikationsformen queerer Kultur. Der Text erscheint in einer ersten Form als Fortsetzungsroman und soll 2028 als Buch publiziert werden.
Quelle: Josy Meier und Stefan Jung
Digitalisierung und Restaurierung Dokumentarfilm «Wild Boy»
Der Dokumentarfilm «Wild Boy» (1995) über Philipp – ein schwuler Büchernarr, fixender Schriftsteller, sehnsüchtiger Stricher und romantischer Verlierer der 80er-Jugendbewegung – ist ein früher Beitrag zum queeren Filmschaffen in der Schweiz. Um den Film von Josy Meier und Stefan Jung langfristig zu sichern und weiterhin öffentlich zugänglich zu machen, wurde er 2026 unter Kostenbeteiligung der Heinrich Hössli Stiftung digitalisiert und behutsam restauriert.
Quelle: Wallstein Verlag
Zwei Männer in einem Raum: Autobiografische Erzählung von Walter Vogt
Walter Vogt war einer der wichtigsten literarischen Stimmen der Schweiz der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seinem Nachlass fand sich die autobiografische Erzählung «Zwei Männer in einem Raum», der die Liebe in Zeiten von Aids erzählt. Unter Beteiligung der Heinrich Hössli Stiftung wurde der Text nun vom Verein Alit in Zusammenarbeit mit dem Wallstein Verlag zum ersten Mal veröffentlicht, flankiert von einem Vorbeben von Christoph Geiser und einem Nachbeben von Kim de l’Horizon.
Quelle: Zentralbibliothek Zürich, ZBID: 0083b
CD-Edition und Veranstaltungen zu Robert Oboussier
Die Werke des Komponisten Robert Oboussier (1900-1957) sind in der Schweiz nach seinem Tod, dem ersten «Schwulenmord» der 1950er- und 1960er-Jahre, aus der Öffentlichkeit verschwunden. Anlässlich seines 125. Geburtstages erschien unterstützt durch die Heinrich Hössli Stiftung eine Sammlung erstmalig eingespielter Werke von Robert Oboussier sowie ein Buch mit sieben Beiträgen zum Komponisten (Verlag: edition clandestin / Hrsg.: Ramon Bischoff).
Quelle: Verlag Antipodes
Forschungsarbeit zur Homosexualität vor der Justiz im Kanton Freiburg 1900 bis 1992
«Unnatürliche Ausschweifung», «widernatürliche Handlungen» – so wurde Homosexualität in der Schweiz lange Zeit im Strafrecht beschrieben. Léo Bulliard, Doktorand an der Universität Neuchâtel, hat die Justizarchive des Kantons Freiburg im 20. Jahrhundert erforscht und gibt Personen eine Stimme, die damals als krank, pervers oder abweichend galten und unsichtbar gemacht wurden. Die Heinrich Hössli Stiftung hat sich an den Publikationskosten der Forschungsarbeit beteiligt.
Quelle: Aids-Hilfe Schweiz
40 Jahre Aids Hilfe Schweiz: Geschichte und Geschichten
Ein zentrales Element des 40. Jubiläumsjahres von Aids Hilfe Schweiz im Jahr 2025 war das von der Heinrich Hössli Stfitung unterstützte Teilprojekt «Geschichte & Geschichten», bei dem bisher unterbeleuchtete Aspekte von HIV/Aids journalistisch bzw. historisch aufbereitet wurden. Im Rahmen dieses Projekts wurde auch Biografie-Arbeit betrieben. Die dabei entstandenen Texte erschienen unter anderem in der Sonderausgabe des «Positive Life Magazine». Die Quellenmaterialien der Portraits wurden dem Schwulenarchiv Schweiz zur Sicherung übergeben.
Quelle: Verlag Hier + Jetzt
Publikation «Der Urning – Selbstbewusst schwul vor 1900»
Mit «Der Urning – Selbstbewusst schwul vor 1900» ist der zweite Band der Buchreihe der Heinrich Hössli Stiftung im Verlag Hier + Jetzt erschienen. Ausgehend von den Aufzeichnungen des Protagonisten Jakob Rudolf Forster (1853–1926) und zahlreichen, erhalten gebliebenen Originaldokumente schildert es die Anfänge des homosexuellen Lebens in der Schweiz – eine Zeit der Verfolgung aber auch des Widerstands, Aufbruchs und Mut.
Quelle: Genderbox
Pride Tour: Queere Stadtführung durch Basel
Auf den ESC 2025 hin hat der Verein Genderbox gemeinsam mit Art of Intervention und dem Zentrum Gender Studies eine queere Stadtführung durch Basel konzipiert, um die Themen Gender und LGBTIQ+ nachhaltig sichtbarer zu machen. Dabei sollten auch historische Kontexte hergestellt und Schwulen- und Lesbengeschichte in Basel aufgezeigt werden. Das von der Heinrich Hössli Stiftung unterstützte Projekt ist nun auch nach dem ESC im fixen Angebot von Basel Tourismus.
zVg
(Un-)-Sichbarkeiten in der Sammlung entdecken
Wie sichtbar ist queeres Leben im Kunstkontext heute tatsächlich? Welche queeren Werke lagern in Beständen, ohne als solche entdeckt, gezeigt oder erforscht zu werden? Welche Verantwortung tragen Museen, Sammler:innen, Stiftungen und Künstler:innen? Im Rahmen einer von der Heinrich-Hössli-Stiftung unterstützten offenen Gesprächsrunde ging das Kunst(Zeug)Haus Rapperswil diesen Fragen mit Vertreter:innen der Kunstwelt nach.
Quelle: Verlag Hier + Jetzt
Widerstand und Übermut: Schweizer Schriftstellerinnen der 1970er-Jahre
In den 1970er-Jahren nahm die literarische Produktion von Frauen in der Schweiz rasant zu. Eine besondere Rolle kommt dabei auch der lesbischen Autorin und Verlegerin Ruth Mayer zu. Nadia Brügger und Valerie Meyer sind der Frage nachgegangen, welche Schweizer Schriftstellerinnen damals publizierten, worüber sie schrieben und wie das die Literaturlandschaft veränderte. Das Buch erschien im März 2025 im Verlag Hier + Jetzt, mitfinanziert von der Heinrich Hössli Siftung.
Quelle: ensemble idéo
Musikalische Schätze aus dem Archiv auf die Bühne bringen
Das «ensemble idéo» bringt in variabler Bestzung selten gespielte und gehörte Musik auf die Bühne. Dieses Projekt trägt den Titel «Diven, Dramen. Dispute». Dazu gehört auch ein Chanson, das einst Röbi Rapp gesungen hat. Röbi war dem Schwulenarchiv und der Heinrich Hössli Stiftung eng verbunden.












